Wraps. Selbst gemacht.

Wraps selbst gemacht ähnlich wie Tortilla Wraps

 

Für dieses Rezept habe ich ein paar Anläufe gebraucht, damit am Ende die fertigen Wraps so weich sind, dass man sie quasi in der Hand zerknüllen kann und sie danach wieder ganz normal ihre runde Form haben. Wenn sie diese Konsistenz haben, dann kann man sie wunderbar für Wraps wie Tortilla-Wraps verwenden oder auch als Pfannen-Fladenbrot zu orientalischem Essen.

 

Der Trick, um sie so weich und dünn zu bekommen, ohne, dass sie reißen, ist eine hohe Hydration - also ein hoher Wasseranteil im Teig. Das setzt allerdings eine gewisse Ruhezeit voraus, denn nur wenn das Wasser richtig vom Mehl aufgenommen ist und der Teig sich dann über eine längere Zeit wieder entspannen kann, kann man ihn problemlos ganz dünn ausrollen.

 

Ihr kennt es sicherlich: ihr wollt etwas ganz dünn ausrollen, aber der Teig reißt UND/ODER er zieht sich immer wieder sofort zurück, sodass es gar nicht möglich ist, ihn hauchdünn auszurollen oder auseinanderzuziehen. Mit diesem Teig geht es! 

 

Hier kommt das Rezept für euch: 

Produkt

 

Für ca. 10-12 Stück

 

Für den Teig: 

 

 

300 g Wasser in den Mixtopf geben

3 Min./40 °C/Stufe 1

 

500 g Mehl Type 550 oder Mehl Type 405 zugeben sowie

1 TL Salz

10 g Öl

3 Min./Teigstufe

 

Der Teig klebt stark, das soll so sein!

 

Den Teig in eine Schüssel geben und gut abdecken.

 

Für 60 Minuten ruhen lassen.

 

Kugeln formen:

 

Den sehr klebrigen Teig in 10-12 Stücke teilen.

 

Die Hände mit etwas Öl einreiben, damit der Teig nicht an den Händen klebt.

 

Mit leicht geölten Händen jetzt die Teigteile zu Kugeln formen - nicht auf Spannung bringen, sondern einfach möglichst ohne viele Schritte in eine halbwegs runde Form bringen.

 

 

Die klebrigen Teiglinge jetzt leicht in Speisestärke (Maisstärke) wenden und beiseitelegen.

 

Durch die Speisestärke kleben sie nicht mehr und lassen sich ausrollen, ohne, dass weiteres Mehl zugefügt wird.

 

(Hintergrund: wenn ihr die Kugeln richtig auf Spannung bringt, dann klebt der Teig danach zwar weniger, weil das Gluten aktiviert ist, aber dann lässt es sich nicht dünn ausrollen, weil das Gluten zu aktiv ist und sich dann der Teig immer wieder zurückzieht.)

 

 

Ausrollen:

 

Den Teigausroller (am besten aus Holz) mit Speisestärke bestäuben.

 

Auch die Arbeitsfläche mit etwas Speisestärke bestäuben.

 

Jede Kugel erst ausrollen und dann sofort in die Pfanne geben.

 

Die Kugel komplett einmal komplett in eine Richtung flach rollen, es sollen keine dicken Ränder entstehen. Dann nochmal komplett quer flach rollen. Den Teig vorsichtig von der Arbeitsfläche anheben und entweder jetzt weiter ausrollen und zwischendurch von der Arbeitsfläche hochnehmen oder mit den Händen in der Luft auseinander ziehen, bis sie ca. 20-24 cm Durchmesser haben.

 

Wenn sich der Teig immer noch stark zurückzieht beim Ausrollen, einfach nochmal ruhen lassen oder mit den Händen arbeiten.

 

Zur Pfanne transportieren:

 

Die Hände mit etwas Speisestärke verreiben und den Fladen am oberen Bereich festhalten und zur Pfanne transportieren. So lässt er sich am besten in die Pfanne geben, ohne, dass er dabei wieder zusammenklebt.

 

Backen:

 

Eine Pfanne ohne Fett heiß werden lassen.

 

Den Fladen in die Pfanne legen, ggf. nochmal schnell auseinander ziehen und dann für wenige Minuten von beiden Seiten backen, bis der Wrap etwas Farbe angenommen habe und leichte Röststellen hat.

 

Verwendung:

 

Die Wraps können nach Belieben gefüllt werden oder als Fladenbrot zu Currys serviert werden.

 

Einfrieren:

 

Die fertigen Wraps können eingefroren werden, dafür zwischen die Wraps Backpapier legen, damit sie nicht zusammenkleben und portionsweise entnommen werden können. Über Nacht auftauen. Alternativ 2-3 Stunden auftauen lassen und dann ganz kurz in die heiße Pfanne geben. Aber aufpassen, dass sie nicht zu lange in der Pfanne sind, sonst werden sie zu hart und können reißen.

 

Hinweise:

Wenn ihr die Mehlsorte ändert (z.B. in Dinkelmehl Type 630), ändert sich auch die Hydration, da andere Mehlsorten Wasser anders aufnehmen und eine andere Glutenstruktur haben, d.h. dass es dann ggf. weniger reißfest ist und brüchig werden kann.

 

 

 

 

Generell gilt:

alle Gerichte immer nach persönlichem Geschmack abschmecken mit den angegebenen Gewürzen. 

 

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Wraps selbst gemacht ähnlich wie Tortilla Wraps aber formbar ohne, dass sie reißen, Teig aus dem Thermomix aus Mehl, Wasser, Salz und etwas Öl, in der Pfanne gebacken

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Kommentare: 10
  • #1

    Alex (Montag, 19 Januar 2026 10:50)

    Das werde ich demnächst mal ausprobieren.
    Bin schon bei diversen Wrap-Rezepten gescheitert und hab's aufgegeben.
    In den gekauften Wraps sind allerdings so viele Zusatzstoffe, dass es sich für mich auf alle Fälle lohnt, dies jetzt nochmal zu versuchen.
    Liebe Grüße

  • #2

    Dani (Montag, 19 Januar 2026 11:43)

    Kann ich die auch kalt zur Schule oder arbeit mitgeben ungefühlt ?

  • #3

    Amelie (Montag, 19 Januar 2026 12:01)

    @Alex: ja, probier es unbedingt aus :-) Den dünnen Teigling in die Pfanne zu bekommen ist das einzige, was ein kleines bißchen tricky ist - aber wenn man leicht bemehlte Hände hat und den Teigling oben anfässt, geht es. Man darf halt nicht die ganze Hand unter den Teigling halten, dann bekommt man ihn zwar in die Pfanne, aber dann entstehen blöde Falten, die den Wrap dann an den Stellen wieder dicker machen.

    @Dani: Ungekühlt? Ungefüllt? Der Wrap braucht keine Kühlung. Man kann ihn auch pur essen, ohne Füllung oder ohne Gemüse-Pfanne, Curry oder ähnliches - man kann ihn mit Butter bestreichen und belegen. Nur pur geht, aber ist vielleicht etwas langweilig.

  • #4

    Mara (Montag, 19 Januar 2026 14:33)

    Jaaaaa!!!!! Ich feier das Rezept sehr, denn wie im ersten Kommentar bereits steht, die Wraps aus den Geschäften sind mit vielen Zusatzstoffen, sodass ich sowas nicht kaufen und nicht essen möchte. Deshalb sooo gut, dass es dieses Rezept gibt! Tausend Dank dafür!!!!

  • #5

    Nelli (Donnerstag, 22 Januar 2026 10:52)

    Werde ich unbedingt ausprobieren. � Mich stören auch die vielen Zusatzstoffe in den gekauften Dingen.

    Amelie hast du schon ein Rezept für Teig ausprobiert mit heißem Wasser? Dann lässt sich der Teg dünn ausrollen, klebt nicht und reißt nicht so schnell... Sonst muss ich das Rezept noch Mal raussuchen...

  • #6

    Amelie (Donnerstag, 22 Januar 2026 14:27)

    Mit heißem Wasser nicht aber mit 40 Grad warmem Wasser.

    Da das schon geklappt hat, hab ich keinen weiteren Versuch mit noch mehr Temperatur probiert.

    Probiere ich aber beim nächsten Mal gerne mal aus ob der Unterschied deutlich/besser ist. Und werde gerne berichten. :-)

  • #7

    Andrea (Donnerstag, 22 Januar 2026 15:58)

    Gestern ausprobiert. Einen Schönheitspreis gewinnen die Wraps bei mir leider nicht, aber sie wurden nach und nach besser. Waren auch etwas zu hart, wahrscheinlich zu lange in der Pfanne gelassen. Kann immer so schlecht einschätzen, wann so etwas durch ist. Geschmeckt haben sie aber, sowohl mir als auch dem Sohnemann, wird daher wiederholt :-)

  • #8

    Alex (Donnerstag, 22 Januar 2026 20:05)

    Update:
    Ich hab die Wraps gestern ausprobiert und was soll ich sagen?
    Die Zubereitung war problemlos, mal abgesehen von der Sauerei mit der Speisestärke.
    Ich hab sie am Nachmittag vorbereitet und am Abend konnte man sie immer noch problemlos rollen.
    Daumen nach oben!
    Kommt auf die Merkliste und wird aus alle Fälle wiederholt.
    Vielen lieben Dank!

  • #9

    Silke (Freitag, 23 Januar 2026 17:53)

    Lieben Dank für das klasse Rezept und die Tips. Sie haben super funktioniert und haben die Größe behalten �

  • #10

    Katha (Sonntag, 07 Juni 2026 15:48)

    Voll lecker, die Sauerei mit der Stärke kann ich aber bestätigen ;-)
    Beim nächsten Mal mache ich mind. die doppelte Menge, damit sich die Sauerei auch lohnt :-) Und ich denk, ich leihe mir dafür versuchsweise mal den Crêpe-Maker von meinem Bruder, der Pfannenrand und ich waren keine Freunde xD