Szegediner Gulasch ist ganz ursprünglich mal ein ungarisches Gericht gewesen, bei dem Reste wie Gulasch und Sauerkraut wieder aufgewärmt und zusammen als winterlicher Eintopf serviert wurden. Je weiter es nach Deutschland rüberschwappte, desto mehr veränderte sich die Rezeptur - und ich hab diesen Klassiker als Ideengrundlage für mein Rezept genommen und es aber...
...nach unseren Vorlieben abgewandelt. Aus einem typischen Wintereintopf habe ich ein leichteres, frischeres Gericht gemacht, das man auch sehr gut essen kann, wenn es draußen keine Minusgrade hat.
Mit Sauerkraut brauche ich hier ja niemandem kommen, aber - der eine oder andere weiß es - ich ersetze es schlichtweg in Rezepten mit Krautsalat. Damit ist mein Szegediner Gulasch weniger fermentiert im Geschmack und insgesamt frischer und weniger schwer. Statt dem Gulasch habe ich Bratwürstchen genommen - auch das macht es leichter und man hat nicht das Gefühl, man isst einen schweren Wintereintopf.
So wie Gulasch und Sauerkraut als Resteverwertung im Original Szegediner Gulasch zusammengemischt wurden, kann man hier übrig gebliebenen Weißkrautsalat mit übrig gebliebenen Bratwürstchen mischen, erwärmen und entsprechend verfeinern.
Hier kommt das Rezept:
4 Portionen
Für das Kraut:
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
5 Sek./Stufe 5
20 g Öl zugeben
2,5 Min./120 °C/Stufe 1
400 g Weißkrautsalat inkl. Sud (aus dem Kühlregal oder selbst gemacht nach diesem Rezept) zugeben sowie
50 g Tomatenmark
100 g Wasser
1/2 TL Salz
Pfeffer
1 TL Paprikapulver edelsüß
2-3 Msp. Kreuzkümmel oder 1/2 TL Kümmel
1 TL Senf
10 Min./80 °C/Linkslauf/Stufe 1
80 g saure Sahne oder Creme Vega zugeben sowie
2 EL Petersilie
> mit dem Spatel unterrühren
Für die Würstchen:
360 g Nürnberger Bratwürstchen oder vegetarische Mühlenbratwürstchen
> in Scheiben schneiden
> in der Pfanne in Öl braten
Für die Kartoffeln:
1 kg Kartoffeln
> auf dem Herd in Salzwasser gar kochen
> in ein Sieb geben und abgießen, ggf. im Sieb einmal schütteln für eine angeraute Oberfläche
Servieren:
Die Würstchenscheiben mit dem Weißkraut vermischen und zusammen mit den Kartoffeln servieren.
Variationen:
Statt der Kartoffeln kann man es auch zu Spätzle oder Schupfnudeln servieren. Es passt aber auch einfach zu Baguette oder geröstetem Brot.
Generell gilt:
alle Gerichte immer nach persönlichem Geschmack abschmecken mit den angegebenen Gewürzen.
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Petra (Montag, 09 März 2026 10:10)
Schon gespeichert! Ich liebe Szegediner Gulasch und werde am Wochenende gleich mal diese Version ausprobieren. Danke für das Rezept. Schöne Woche und LG Petra
Evchen (Montag, 09 März 2026 16:11)
Übrigens auch lecker als szegediner Bolognese mit Hackfleisch zu Nudeln �
Amelie (Montag, 09 März 2026 16:46)
Oh, auch eine gute Idee!! :-)
Katja (Montag, 09 März 2026 19:22)
Für viel Personen ist das Rezept gedacht?
Ich muss für 8 Personen kochen. Wieviel mehr muss ich nehmen?
Amelie (Montag, 09 März 2026 19:57)
Hallo Katja,
das Rezept ist für 4 Portionen. Du brauchst also das Doppelte.
LG Amelie
Tina T. (Donnerstag, 12 März 2026 23:46)
Sehr lecker. Hatten nicht genug Würstchen (in der Bio Packung sind weniger drin) also habe ich noch Fleischkäse dazu gepackt. Statt saurer Sahne habe ich Joghurt und Schmand gemischt. Die 4 Portionen haben gut für 2 Personen gereicht. Also so, dass jeder zwei Teller gegessen hat, gut satt war und ein Teller noch übrig war. Hatte allerdings nur 1/3 der Kartoffelmenge. Für 4 Personen würde ich wohl die doppelte Menge vom „Gulasch“ machen.