Anti-Heuschnupfen Nasenbalsam. Weniger Niesanfälle & laufende Nase!

Tortilla Wrap mit eingebackenem Omelette

Wer meinen Blog von Anfang an verfolgt hat, weiß, dass ich massiv unter Heuschnupfen leide und nur deswegen dieser Blog entstanden ist. Man sagte mir, vegane Ernährung würde meinen Heuschnupfen lindern. Um die vegane Ernährung durchzuhalten, habe ich diesen Blog 2016 gestartet. Nach 2 Jahren musste ich aber feststellen, dass auch vegane Ernährung leider bei mir nicht hilft. Auch nicht der Verzicht auf Weizenmehl oder freiverkäufliche Tabletten. Nasensprays generell nicht, weil ich davon die schlimmsten Niesattacken bekomme, Pendeln, Besprechen, traditionelle chinesische Medizin oder Leuchtdioden, die man sich in die Nase klemmt und aussieht wie Rudolph The Rednose Reindeer - alles probiert, viel Geld losgeworden - nur den Heuschnupfen nicht. 

 

Noch nicht mal eine Linderung. Normalerweise ist jetzt genau die Zeit, bei der ich nicht mehr kann und mir beim Arzt die erste Cortisonspritze und eine mind. 1 wöchige Krankschreibung abhole, weil nichts mehr geht. Aber dieses Jahr ist alles anders!

 

Durch das mega Wetter seit März ging mein Heuschnupfen zum Anfang Mai so richtig schlimm los. Ich hatte vom Naseputzen schon eine so entzündete Nase, dass ich dachte, ich flippe aus. Und jetzt kommt´s: an meinem Bett stand mein geliebter Fußbalsam. Der, der so extrem weiche Füße macht. Ihr kennt ihn! Ich habe mir den Fußbalsam einfach in die Nase geschmiert. Und das nicht nur am Abend, sondern auch den ganzen nächsten Tag und am übernächsten Tag. Eigentlich, um die Entzündung schnell wegzukriegen - mit dem Effekt, dass ich kaum mehr geniest habe! Ich dachte, das wäre Einbildung, aber einen Tag ohne und es war wieder alles wie vorher. Auch morgens ist es sehr viel angenehmer, wenn ich mir abends oder nachts, wenn ich nochmal aufwache, mir nochmal meine Nase von innen eincreme. 

 

So erkläre ich mir den Effekt: Der Balsam ist so reichhaltig durch das Wachs, dass das Wachs auf der Nasenschleimhaut bleibt und die Pollen meine Nasenschleimhäute nicht mehr so stark reizen wie sonst immer.

 

Der Witz an der Sache ist: dieses Rezept habe ich seit Frühjahr 2017 auf meinem Blog - erst als Lippenpflege, dann als Fußbalsam - dass ich nicht vorher auf diese Idee gekommen bin, mir den Krams auch einfach mal in die Nase zu schmieren!!

 

Der Heuschnupfen wird von dem Nasenbalsam zwar nicht verschwinden, aber er ist viel besser auszuhalten. Und ich hoffe, dass diese Überreizung, die ich sonst immer um diese Zeit habe, einfach nicht mehr stattfindet - ein abschließendes Fazit werde ich erst am Ende des Sommers ziehen können. Aber bis dahin wollte ich jetzt nicht warten und euch diese Idee unbedingt schon ans Herz legen, wenn ihr auch so sehr unter Heuschnupfen leidet wie ich.

 

Im Moment ist es bei mir so, dass ich morgens nicht mit einer verstopften Nase aufwache, wenn ich sie abends und ggf. nachts eingecremt habe. Dann habe ich eine kurze heftige Niesattacke direkt nach dem Aufstehen inkl. Naselaufen. Dann creme ich meine Nasenschleimhäute ein, ab und an muss ich dann nochmal leicht niesen und ab Mittags habe ich Ruhe in der Nase - auch wenn ich draußen bin.

 

Ich hoffe, der Nasenbalsam hilft euch auch genauso wie mir!

Alle Zutaten sind verlinkt zu Einkaufshinweisen, einfach draufklicken!

 

25 g Mandelöl oder Traubenkernöl

20 g Japanwachs (=Beerenwachs)  

20 g Sheabutter  bzw. UPDATE: 40 g!! (noch besser!)

4 Min / 70° / Stufe 1

 

Den Balsam in einen mind. 60 ml bzw 80 ml großen Tiegel füllen, offen abkühlen lassen.

 

Ohne Thermomix: die Zutaten im Wasserbad schmelzen.

 

WICHTIG: Der Balsam wird euch auf den ersten Blick zu fest vorkommen. Das muss so! Ich habe andere Verhältnisse probiert, damit er weicher wird, aber dann "rutscht" er aus der Nase und hat keinen Effekt mehr. Entnehmt ihn mit dem Daumen, indem ihr mit dem Daumennagel die oberste Schicht abkratzt - das geht ganz einfach, ich habe es euch fotografiert (siehe Bilder unten). Damit habt ihr eine dünne Schicht, die nicht klumpig ist und sich sofort leicht verteilen lässt. (Händewaschen vor Benutzung setze ich in der heutigen Zeit voraus)

 

Anwendung: Cremeschicht in der Nase verteilen. So oft es geht (man merkt, wenn es wieder erneuert werden muss), vor dem Schlafengehen eincremen und falls man Nachts mal aufwacht, weil man zur Toilette muss, am besten auch nochmal eincremen.

 

Ätherische Öle als Zusatz (nicht bei Schwangeren, Stillenden oder Kindern!): 

Ihr könnt ein ätherisches Öl als Zusatz zugeben (ca. 10-20 Tropfen zum Schluss, dann nochmal auf Stufe 1 kurz verrühren), um die Histaminausschüttung zu verringern. Ich würde Atlas Zedernholz oder auch Lavendel empfehlen. Äth. Öle wie Pfefferminz oder Zitrone sind zu belebend, da der Balsam auch in der Nacht verwendet werden soll. 

 

Tipp: Wenn ihr vom fertigen Balsam etwas abfüllen wollt, lässt er sich nicht mehr so gut rauskratzen und wird stückig und damit lässt sich die Nase nicht mehr gut eincremen. Wenn ihr also mehrere Tiegel braucht - für unterwegs oder für Freunde, dann nehmt statt einem 60ml Tiegel mehrere kleinere und füllt es direkt ab.

 

Hinweis: Nein, Bienenwachs geht nicht. Erstmal werden in Bienenwachs sicherlich auch Pollen sein - zum anderen hat man mit Bienenwachs ein anderes Ergebnis und zusätzlich große Verluste beim Ausgießen sowie Schwierigkeiten beim Reinigen. Beerenwachs (Japanwachs) ist das einzige Wachs, das geht.

 

Rezept drucken:

PC: Strg + P

Mac: Cmd + P

(oder Copy Paste + Word)

 

Schon gesehen?

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Anti-Heuschnupfen Nasenbalsam - aus Beerenwachs (Japanwachs) Sheabutter und Mandelöl hast du einen ganz reichhaltigen Balsam, der deine Nasenschleimhäute vor Pollen schützt. Dadurch musst du weniger oft niesen oder Naseputzen. Vegan, Thermomix

 

Disclaimer: Das Nachmachen aller Rezepte geschieht auf eigene Gefahr. Ich bin weder Arzt noch Apotheker noch Kosmetikerin oder Chemielaborantin. Ich probiere Rezepte nach bestem Gewissen und teste sie vorher ausgiebig, allerdings kenne ich weder euren Hauttyp noch eure Allergien etc. Die Hausmittel bei Krankheiten ersetzen keinen Besuch beim Arzt! Bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern die Anwendung von DIY Produkten unbedingt vorher mit dem Arzt absprechen. Affiliate Link enthalten.

 

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Kommentare: 18
  • #1

    Susanne (Mittwoch, 20 Mai 2020 09:43)

    Liebe Amelie, vielen Dank für das Rezept. Ich habe dieses Jahr, nach einigen Jahren Ruhe, wieder Heuschnupfen werde es auf jeden Fall ausprobieren. LG Susanne

  • #2

    Jana (Mittwoch, 20 Mai 2020 10:52)

    Prima, danke für das Rezept!
    Ich kann Dir Schwarzkümmelöl ans Herz legen, entweder als pures Öl oder als Kapseln. Mir hat das immer super geholfen und jetzt nimmt sie meine Tochter die auch sehr, sehr leidet. Man muss nur mit der Einnahme schon im Herbst beginnen. Dieses Jahr hat sie wirklich kaum Symptome... Sonst heftige Niesattacken und dolles Augentränen, trotz Tabletten und Livocab. Ich bin da dieses Jahr wieder schwer begeistert! In Kombination mit Deinem Nasenbalsam haben wir dann hoffentlich keine größeren Beschwerden mehr.

  • #3

    Amelie (Mittwoch, 20 Mai 2020 11:05)

    Hallo Jana,

    auch das habe ich probiert. :-( Und für Heilpilze habe ich auch schon viel Geld hingelegt - alles immer rechtzeitig im Herbst gestartet.

    Witzigerweise habe ich in diesem Jahr gesagt: ich hab in 20 Jahren alles probiert was es gibt von Schulmedizin bis zur Alternativmedizin - ich gebe auf und nehme den Heuschnupfen jetzt einfach an. Dann kam Ende April die erste schlimme Phase, dann die entzündete Nase und jetzt habe ich scheinbar endlich meine persönliche Wunderwaffe - er geht davon nicht weg, aber wenn es einfach nur so bleibt wie es jetzt ist, dann hab ich im Sommer wieder die Lebensqualität, die ich sonst nur mit Cortisonspritze hätte.

    Ich bin am Ende meiner Versuchsreihe angekommen. Mehr Aufmerksamkeit werde ich meinem Heuschnupfen nicht mehr einräumen. :D

    Viele liebe Grüße, auch an deine Tochter!!
    Amelie

  • #4

    Tanja (Mittwoch, 20 Mai 2020 11:28)

    Liebe Amelie,

    Erstmal einen Riesen Dank an dich für all deine tollen Kosmetik und Putzmittel Rezepte. Ich glaub ich nutze sie fast alle und bin begeistert,vielen Dank dafür.
    Du bist unsere Rettung für dieses neue Rezept, habe es gerade gemacht ( muss noch auskühlen) und bin mir sicher das es meinem Sohnemann helfen wird.
    Dankeschön. Bist super ��❤️

  • #5

    Christine (Mittwoch, 20 Mai 2020 13:32)

    Hallo,
    Mir hilft auch jedes andere Fett, das etwas in der Nase verbleiben kann... jahrelang habe ich gute Erfahrung mit einfacher Vaseline gemacht !

  • #6

    Kerstin S. (Mittwoch, 20 Mai 2020 14:46)

    Hallo liebe Amelie,
    ich schaue fast täglich auf Deine wundervolle Internetseite.
    Vielen lieben Dank für Deine Mühe und tollen Anregungen. Ich habe schon vieles ausprobiert und bin immer wieder davon begeistert.
    D A N K E. VLG Kerstin

  • #7

    Sari (Mittwoch, 20 Mai 2020 20:33)

    Hallo Amelie, hast du auch schon eine Hyposensibilisierung ausprobiert (meist durch Hautarzt bzw. Allergologen)? Bei so starken Beschwerden wie du beschreibst ist das sicherlich angebracht. Ich arbeite in der Dermatologie der Uniklinik Münster und dort wird das mit sehr großem Erfolg durchgeführt :)

  • #8

    Coco (Mittwoch, 27 Mai 2020 10:44)

    Hi Amelie,
    vielen Dank für das Rezept! Ich bin auch seit mittlerweile 16 Jahren von Pollenallergie geplagt! Habe ähnlich wie Du bereits fast alles ausprobiert (inkl. Desensibilisierung, die für ein paar Jahre geholfen hat, bis die Allergie zehnmal so schlimm inkl. Asthma zurück kam...). Jetzt habe ich Dauerakupunktur, die gut Linderung schafft und verschreibungspflichtige Tabletten, mit denen ich ganz gut klarkomme. Trotzdem bin ich weit entfernt von Beschwerdefrei und immer offen für neue Ideen.
    Nun wollte ich das Balsam so schnell wie möglich herstellen und stehe aber vor dem Problem, was ich denn für Sheabutter kaufen soll? Es gibt da ja anscheinend viele verschiedene Herstellungsarten.
    Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen :)
    Komm gut weiter durch die Allergiezeit! Ich hoffe mal, nach dem Juni haben wir das schlimmste durch ;)
    Liebe Grüße, Coco

  • #9

    Amelie (Mittwoch, 27 Mai 2020 11:12)

    Hallo Coco,

    ach man, das tut mir leid.

    Wenn du auf die Zutaten klickst, dann landest du bei den Zutaten, die ich kaufe.

    LG Amelie

  • #10

    Coco (Mittwoch, 27 Mai 2020 12:05)

    Vielen Dank. Da hätte ich ja nun auch selber drauf kommen können... :D
    Dann kann es ja los gehen mit dem Test. Ich bin gespannt :)

  • #11

    Martina (Mittwoch, 27 Mai 2020 20:31)

    Liebe Amelie,

    vielen Dank für das Rezept.
    Ich bin auch heftig geplagte Gräserallergikerin.
    Habe in meinem Leben schon so gut wie alles ausprobiert. Vor 20 Jahren die erste Hyposensibilisierung. Damals gab es noch kaum Standards etc. Es hat nichts gebracht. Diversen Unfug aus purer Verzweiflung.
    Seit kurzem mache ich wieder eine Hypo. Bisher mit großem Erfolg. Wichtig ist, dass der Arzt sich auskennt und man keine Spritze schwänzt ;) In diesem Jahr hatte ich außer ein paar Niesattacken noch keine Symptome. Ansonsten habe ich auch schwere Atemnot und ähnliche Späße.
    LG
    Martina

  • #12

    Amelie (Mittwoch, 27 Mai 2020 20:46)

    Hallo Martina,

    ich werde keine Hyposensibilisierung machen. Die funktioniert zwar bei den meisten Leuten, aber bei 50% der Leute, bei denen es geklappt hat, kommt dann eben eine neue/andere Allergie zum Vorschein - so wurde ich darüber aufgeklärt. Und das Risiko ist mir einfach zu hoch. Ich kenne meinen Heuschnupfen inzwischen in und auswendig und weiß, dass mich im schlimmsten Fall eine Cortison-Depotspritze rettet und ich dann für den Rest des Jahres Ruhe habe. Eine neue, andere Allergie, die ich dann zeitlich vielleicht nicht so eingrenzen kann, möchte ich ehrlich gesagt nicht haben. Ich nehme den Heuschnupfen jetzt so an, wie er kommt - im Moment geht´s mir erstaunlich gut - ich hatte vielleicht 3 schlechte Tage bisher - und sonst ist jetzt eigentlich die Zeit, wo nichts mehr geht. Das ist so mein Stand der Dinge bisher. Mal sehen, wie es weitergeht. ;-)

    LG Amelie

  • #13

    Martina (Mittwoch, 27 Mai 2020 22:35)

    Das war nur ein kleiner Erfahrungsbericht von meiner Seite :)
    Was mir immer gut hilft, ist ein simpler kalter Waschlappen auf dem Gesicht und, bitte lach nicht, meditieren. Auch wenn's nur ein paar Minuten sind. Bei mir konnte ich beobachten, dass unter Stress die Symptome schlimmer werden.
    LG
    Martina

  • #14

    Simone (Montag, 15 Juni 2020 10:38)

    Der Balsam ist seit drei Wochen im Einsatz - wunderbar! Genau wie beschrieben! Kaum noch niesen. Grazie mille

  • #15

    Amelie (Montag, 15 Juni 2020 21:00)

    Hallo Simone,

    das freut mich sehr, dass es bei dir auch so gut funktioniert!!

    LG Amelie

  • #16

    Amal (Montag, 22 Juni 2020 18:01)

    Hallo Amelie und hallo Alle! :-)
    Ihr habt bestimmt eigentlich die Nase voll von neuen Ideen (kenne ich), nachdem ihr schon so viel ausprobiert habt (kenne ich auch), aber ich will trotzdem mal noch eine Sache in die Runde werfen, weil es mir und vielen in meiner Familie einfach super geholfen hat.
    Ich hatte eine schlimme Gräserallergie und habe die mittels Bioresonanztherapie gut in den Griff bekommen. Alle 5-6 Jahre merke ich leichtes Nasenkribbeln und Zuschwellen, dann mache ich mal wieder ein 3 Sitzungen und dann habe ich wieder Jahre Ruhe. Das wird von manchen HNO-Ärzten, Allergiespezialisten oder Heilpraktikern angeboten und ist vollkommen schmerzfrei und unspektakulär. Während so einer Sitzung denkt man: "so ein Quatsch, wie soll das funktionieren" und das liest man auch oft genug von Gegnern, aber ich kann nur sagen, wie auch immer es funktioniert. Nach 5 Behandlungen hatte ich bestimmt 8 Jahre komplett Ruhe und danach musste ich nur noch auffrischen. In meiner Familie hat es bei jedem gut angeschlagen, auch bei Lebensmittelallergien.
    Das wollte ich einfach mal teilen, dem ein oder anderen hilft es vielleicht auch. Liebe Grüße, Amal

  • #17

    Sabine (Dienstag, 30 Juni 2020 00:02)

    Das Japanwachs bekommt man bei uns nicht. Kann ich statt dem Japanwachs auch Kakaowachs nehmen?

  • #18

    Christiane (Donnerstag, 13 August 2020 21:29)

    Liebe Amelie,
    danke für das Anti-Heuschnupfen Rezept.
    Ich werde es ausprobieren.
    Dieses Jahr litt ich besonders heftig an der Gräser-Allergie, da ich mit Maske noch weniger Luft bekam.
    Auch Cortison-Spray hatte wenig Wirkung.
    Mir hat Chinesische Akupunktur sehr geholfen.
    Ich hatte ca. 15 Sitzungen, es hat nicht gleich geholfen.
    Aber im Moment bin ich sehr zufrieden.

    Liebe Grüße
    Christiane