Selbst gemachte Sonnencreme. Ich lasse die Finger davon.

Löwenzahnhonig selbst gemacht vegan aus dem Thermomix

Da ich laufend gefragt werde, ob ich für diesen Sommer auch ein Rezept für eine selbst gemachte Sonnencreme einplane, möchte ich hier heute einmal erklären, warum es von mir keine Sonnencreme geben wird:

 

Im letzten Jahr habe ich mich sehr lange mit dem Thema Sonnencreme beschäftigt, denn auch ich wollte, wie viele andere auch, Sonnencreme einfach selber machen. Es gibt viele Rezepte im Internet und überall stehen verhältnismäßig hohe Lichtschutzfaktoren dahinter.

 

Glücklicherweise bin ich auf den Blog von Mamaclever gestoßen. Sie hat sich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und auf ihrem Blog sehr gut zusammengefasst:

 

 

„…Dann steht oft geschrieben, dass  Kokosnussöl 20 Prozent der UV-Strahlen absorbiere, Sesamöl blocke sogar 30 Prozent der schädlichen Strahlen ab. Was auf den ersten Blick gut klingt, ist in Wahrheit überhaupt nichts wert, denn man sollte diese Zahlen keinesfalls mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) gleichsetzen!

Ein Mittel mit einem LSF von 10 lässt noch ein Zehntel der UV-Strahlung durch, im Gegensatz zu Ölen hält es also 90 Prozent der UV-Strahlung ab! LSF 15 blockiert 93 Prozent und LSF 30 – das ist der, den wohl die meisten Eltern für ein Kleinkind wählen – blockiert rund 97 Prozent! Wenn ein Öl also 30 Prozent der Strahlen blockiert, dann entspricht das einem LSF von weniger als 2. So was darf sich in Deutschland und auch anderswo überhaupt nicht Sonnenschutzmittel nennen……

Dabei kam heraus, dass Kokosnussöl, Erdnussöl, Lebertran und Senföl fast 100 Prozent der UVB-Strahlung durchließ, also keinen Schutz bietet. Rhizinusöl ließ 75 Prozent der Strahlung durch und Neemöl 65 Prozent. Keines dieser Öle hatte also einen LSF, der über 2 liegt.“ 

 

Alle theoretischen Lichtschutzfaktoren von Ölen sind übrigens in der Praxis meist nicht mehr als LSF 2.

 

Fakt ist außerdem: kein Öl schütz vor UVA-Strahlen!

 

Um vor diesen UVA-Strahlen geschützt zu sein, braucht man mineralische Zutaten wie Titandioxid und/oder Zinkoxid. Über beide Zutaten findet man viele bedenkliche Einträge im Internet.

 

Titandioxid sowie Zinkoxid darf beides offiziell bei der Verarbeitung nicht eingeatmet werden, da dies gesundheitsgefährdend ist. Das ist ein Grund für mich, diese Pulver nicht zu verwenden. Dann gibt es diese auch in Nano-Qualität und hier ist man sich ja gar nicht sicher, ob dies nicht ebenfalls gefährlich ist. Eine Studie sagt ja, eine sagt nein.

 

Wenn man sich in diesem Zusammenhang einmal ein Nikotinpflaster vorstellt und überlegt, was über die Haut alles in den Körper eindringt, dann möchte ich keine eventuellen gesundheitsgefährdenden (Nano-) Partikel in meiner Sonnencreme haben.

 

Mein Zutaten-Lieferant „Dragonspice“ weist bei Zinkoxid daraufhin, dass es sich bei dem käuflichen Pulver um Nano-Partikel handelt. Spätestens da muss man sich richtig gut mit Nano-Partikeln und Bezeichnungen auskennen, um wirklich das Richtige zu kaufen und das ist mir einfach zu risikoreich.

 

Schlussendlich kann ich nicht mit bestem Gewissen ein Rezept veröffentlichen und empfehlen, wenn ich aufgrund meiner Unwissenheit damit die Gesundheit anderer gefährden würde.

 

Daher wird es an dieser Stelle kein Rezept für Sonnencreme geben. Danke für euer Verständnis! :-)

 

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Kommentare: 2
  • #1

    koeniglouis (Sonntag, 16 April 2017 07:44)

    Guten Morgen und vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag!
    Das Thema interessiert mich auch schon lange. Was benutzt du denn dann für eine Sonnenmilch für deine Kinder? Danke für deine Antwort. Schöne Ostern für dich und deine Lieben

  • #2

    Amelie (Sonntag, 16 April 2017 12:46)

    Hallo koeniglouis,

    ich habe bisher keine Non-Plus-Ultra Sonnencreme gefunden, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Irgendwas ist immer. Sonnencreme, die laut Codecheck als grün und von ihnen als unbedenklich eingestuft wird, brennt laut Benutzer im Gesicht oder es wird drauf hingewiesen, dass es Aluminium enthält. Die eine enthält Zinkoxid, die andere Titandioxid, manche beides - hier ist halt die Frage, ob diese Zutaten auch in Nicht-Nano-Partikel-Größe für den Körper bedenklich sind. Sind diese Stoffe nicht enthalten, ist Aluminium drin. Man muss hier einen Kompromiss finden und ich denke, der heißt einfach "so viel wie möglich im Schatten aufhalten". Die Haut hat einen natürlichen Schutz, meine Jungs sind zum Glück dunkle Hauttypen. Mütze, Sonnenschirm, Schatten, ggf. lange luftige Shirts sind dann einfach die beste Lösung. Wenn die Sonne richtig brennt oder sie aus welchen Gründen auch immer der prallen Sonne ausgesetzt sind, dann gibt es Sonnencreme. Hier hatte ich im letzten Jahr welche aus dem Bioladen - die werde ich aber in diesem Jahr nicht mehr verwenden, weil sie Aluminium enthält. Ringana Sonnenschutz hat Leserin Nadine B. empfohlen. Ich selbst kann hier leider keine Empfehlung für eine spezielle Sonnencreme aussprechen.

    Liebe Grüße, Amelie