Experimentierfreude. Die ersten 30 Tage.

Die ersten 30 Tage sind um! Wahnsinn, denn es fiel mir überhaupt nicht schwer. Ganz im Gegenteil. Ich hatte keine Schokogelüste wie sonst, keinen „Hunger“ zwischendurch und ich habe dreimal am Tag ohne schlechtes Gewissen geschlemmt! Ich bin fasziniert von der Vielfalt und den Möglichkeiten, die sich einem plötzlich eröffnen. Ich habe die letzten Wochen gefühlt nur in der Küche verbracht und herumexperimentiert. Nicht alles ist hier im Blog gelandet, weil es dafür noch nicht ideal genug war, nicht dem entsprach, was ich mir erhofft hatte oder geschmacklich einfach ganz schlimm war und direkt in den Müll wanderte.

Woran ich noch arbeite, ist z. B. mein Mousse au Chocolat aus Kidneybohnen-Sud (Wie? Das geht? JA!) Das eine Mal war es zu fest, das andere Mal geschmacklich noch nicht ideal. Leider kann ich nicht jeden Tag weiter an meinem Mousse herumprobieren, auch wenn ich es gerne würde. Stellt euch die langen Gesichter meiner Familie vor: Schon wieder Kidneybohnen und zum Nachtisch Mousse au Chocolat?

 

Wovon ich mich tatsächlich verabschiedet habe, ist Schnittkäse.  Ich war unglaublich euphorisch am Anfang. Optisch sah es immer so aus, als hätte ich am Ende meinen veganen Gouda. Ich habe immer wieder was neues ausprobiert mit Cashewkernen, Agar-Agar, Hefeflocken, Speisestärke und so weiter. Ich habe den Käse in eckigen Tupperdose „aushärten“ lassen, ich habe die Masse aufs Backblech gestrichen, um es einen Tag später in Gouda-Scheiben zu schneiden und nochmal trocknen zu lassen. An der Konsistenz ließ sich aber nichts ändern, es war und blieb „Streichkäse“ in Form von Scheiben. Geschmacklich war es so lala. Den ersten Schnittkäse aus der eckigen Tupperdose musste ich alleine essen, ich schaffe es nicht innerhalb der Haltbarkeitsdauer, der Rest landete im Müll. Die Goudascheiben vom Backblech mochte noch nicht mal der Hund. Tja nun. Veganer Versuchs-Gouda gehört der Vergangenheit an. Ich kümmere mich jetzt mehr um leckere Aufstriche und werde es in Sachen Käse diesen Monat mal mit veganem Mozzarella probieren. Flohsamenschalen aus der Apotheke habe ich gestern schon mal besorgt. Und irgendwo schlummert noch ein Rezept für Feta-Käse. Das Experimentieren wird also weitergehen!

 

Was ich auch noch ganz spannend fand in den letzten Tagen, waren die Reaktionen in meinem Umfeld auf meine neue Ernährung. Die Vegetarier unter ihnen finden es toll, fragen mich aus, probieren meine Rezepte. Die Fleischesser sind erst mal schockiert.  Zu groß ist scheinbar deren Angst, dass ich sie bekehren möchte, sobald sie hören, dass ich jetzt Veganerin bin. Nach einem ersten erschrockenen Blick schiebe ich ein „aus Heuschnupfengründen“ dahinter und schwupps entspannen sich die Gesichtszüge und man möchte mich am liebsten in den Arm nehmen und trösten! Und dann hab ich arme Veganerin in diesem Monat auch noch 4 kg abgenommen trotz totaler Schlemmerei…

 

 

Fehlversuch Gouda
Fehlversuch Gouda
Fehlversuch Gouda
Fehlversuch Gouda

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Denise (Samstag, 26 März 2016 11:41)

    Hallihallo, ich selbst bin Vegetarier und freue mich immer auf neue inspirationen vor allem was vegane Ernährung und Co angeht. Ich muss gestehen das ich aber ziemlich erschrocken darüber bin wieviel du in die Tonne wirfst, das tut einem ja im Herzen weh :(

  • #2

    Amelie (Samstag, 26 März 2016 13:05)

    Hi Denise, das kommt falsch rüber. Bei dem ganzen, was ich immer so ausprobiere, landet das wenigste im
    Müll. LG Amelie